Einspruch und Antrag auf Aussetzung der Vollziehung sind bei Nachzahlungszinsen sinnvoll

Einspruch und Antrag auf Aussetzung der Vollziehung sind bei Nachzahlungszinsen sinnvoll

Am 25.4.2018 gab der Bundesfinanzhof (BFH) dem Antrag eines Steuerzahlers auf Aussetzung der Vollziehung (AdV) statt. Dabei ging es um die Rechtmäßigkeit der Nachzahlungszinsen in Höhe von 0,5 Prozent für jeden vollen Monat ab dem Veranlagungszeitraum 2015. (Az. IX B 21/18.)

Zum gleichen Thema will das Bundesverfassungsgericht in 2018 über zwei anhängige Verfassungsbeschwerden (Az. 1 BvR 2237/14 und 1 BvR 2422/17) entscheiden.

Davon Betroffene sollten dementsprechend gegen Zinsbescheide nicht nur Einspruch einlegen, sondern auch Aussetzung der Vollziehung (Stundung) beantragen, so dass die Zinsen vorläufig gar nicht erst bezahlt werden müssen. Dies ist völlig risikolos, denn selbst wenn die jetzige Gesetzeslage bestätigt werden sollte, müssen keine Aussetzungszinsen gezahlt werden. Die Nachzahlungszinsen sind aber ggf. später (teilweise) zu zahlen, je nachdem, wie das Verfassungsgericht entscheidet.

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